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| Mom's Day - Super Sonnig |
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| Mittwoch, den 12. August 2009 um 22:34 Uhr |
Tracklist:
Mhh, ich tu mich ein bisschen schwer mit dieser Platte. Eigentlich nicht mit der Platte, sondern mit der professionellen Herangehensweise. PR-Agentur, Bandinfo und Bandfotos zum Download auf der Website, das wirkt alles so, als ob da grad der große Durchbruch geplant wird. Da fehlen also schonmal die Underdog-Sympathiepunkte, schlechte Startposition für eine Plattenkritik meinerseits. Musikalisch sind Mom's Day (am Muttertag gegründet, daher der Name, oder so, naja) irgendwie sehr nah an den Wohlstandskindern. Mit einem Stoßseufzer der Erleichterung hab ich aber nach dem ersten Schrecken festgestellt, daß die Band gottseidank auf jegliches WSK-mäßige Gejammer verzichtet.Der Humor ist zwar nicht immer ganz treffsicher, aber textlich hab ich schon deutlich schlechtere Versuche gehört, fröhlich zu sein. Und Melodien können sie auch. Super Sonnig passt dann auch als Albumtitel, fröhlich, sommertauglich aber ein bisschen zu lieb und nett für meinen Geschmack. Ich vermiss den Tiefgang. So kann die Platte sicher einen Sommer durchaus die ein oder andere Runde bei mir drehen. Aber einen dauerhaften Eindruck wird sie wohl nicht hinterlassen. Mir geistert grad die ganze Zeit der Begriff "radiotauglich" durch den Kopf, und das trifft es wohl. Könnte problemlos im Radio laufen ohne groß aufzufallen. Klingt vielleicht vernichtend, so schlimm ist es aber gar nicht. Ich würde wetten, der ein oder andere Song füllt auch die Tanzfläche in anerkannten und amtlich beglaubigten Punkrockschuppen, was auch daran liegt, daß die Quote an Ohrwurm- (oder im Marketingdeutsch Hitsingle-) tauglichen Songs sehr hoch ist. "Fuck, ich werde alt" ist so ein Song, oder "Der kleine Mann". Wie gesagt, Melodien können die Jungs, nur fehlen mir halt Ecken und Kanten, die das ganze etwas dauerhafter in meinem mittlerweile doch arg angegriffenen Hirn verankern könnten. Insgesamt ein etwas zu glattes und durchproduziertes Album, das durchaus Potential zu mehr gehabt hätte. Für Freunde von fröhlichem, nicht albernem deutschem Poppunk ist das aber sicher geeignet. Wie gesagt, Wohlstandskinder ohne Gejammer. Und das ist ja auch schon mal was. [Nachtrag 14.08.2009]: Eine PR-Agentur ist doch nicht involviert, Asche auf mein Haupt. Kommentare (0) |