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Mittwoch, den 07. April 2010 um 19:21 Uhr |
 Ach, wenn doch jede Band sich von einem Album zum nächsten so entwickeln würde wie Karate Disco, dann wär der Friedhof der grausamen Platten deutlich leerer. Mit Discostress ist der Band ein wirklich gutes Stück dreckigen, deutschsprachigen Punkrocks gelungen, wenn die ihre Steigerungsrate von Album zu Album halten, hui, dann kann man sich auf einiges freuen. Karate Disco klingen so wie die späten Muff Potter geklungen hätten, wenn sie gut gewesen wären. Und 'ne Frau am Mikro gehabt hätten. Die Stimme hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und man muss sich die erstmal warm hören. Ist halt anfangs noch ne Kopfbohr-Stimme, aber nach wiederholtem Hören passts immer besser zur restlichen Musik und hebt Discostress deutlich von der Masse der deutschsprachigen Punkbands ab. Und wenn ihr euch genau wie ich an unintelligentem Parolengedresche sattgehört habt, dann ist auch textlich Discostress was für euch. Und das Artwork, jau, man kanns halt oder man kanns nicht. Karate Disco können's, auch wenn das Cover noch ein bissken kitschig rüberkommt, selten so ein schönes und mit Liebe zum Detail gestaltetes Booklet gesehen. Ist ja immer was feines, wenn man hören und auch sehen kann, das Herzblut drinsteckt.
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