05.03.2011 - Essen, Panic Room - Rockwohl Degowski & the Kleins PDF
Sonntag, den 06. März 2011 um 20:51 Uhr
rockwohldegowski008In Deutschlands fotounfreundlichster Konzertlocation (kein Licht, schwarze Wände, sponsort mir wer ein Nachtsichtgerät?) sind am gestrigen Rocksamstag Rockwohl Degowski und the Kleins aufgetreten. Erstere mir völlig unbekannt und letztere von mir völlig geschätzt. Kein Eintritt, Astra aus Flaschen, alles nach Plan also. Irgendwann Rockwohl Degowski. Nicht übel, aber, mal ehrlich, 'ne punkrockende Kombo mit Keyboard und Räppelkesspielerin? Nix gegen Percussion, ist ne feine Sache wenn man die im schallgedämmten Keller fernab jeder Zivilisation ausübt. Aber live und unter Menschen? Was kommt als nächstes, ein Punktrio in der klassischen Dreierbesetzung? Also Triangel, Triangel und Triangel? Nungut, vermutlich war ich einfach der einzige der den Gag nicht verstanden hat. Und der denkt, dass Keyboards am besten in Nachbars Komposttonne aufgehoben sind um die sich dort entwickelnde Bedrohung durch biologische Kulturen im Keim zu ersticken. Ansonsten war das schon ordentlich, der Bandname entbehrt dann auch nicht eines gewissen Witzes, die Band kommt aus der Heimatstatt der weltbekannten Dachisoliermasse Rockwool. Das ist das Zeug, dass nicht so dolle juckt, wenn man das aus dem Keller in den vierten Stock getragen hat um damit das Dach zu polstern, damits schön gemütlich ist. Wie gesagt, musikalisch gut und unterhaltsam, Punkrockfaktor enorm hoch durch kaputte Gitarre (ausgetauscht gegen Leihgerät) und kaputtes Schlagzeug (repariert, McGuyver). War auch anfangs gut gefüllt, aber dann zunehmend leerer. Watt solls.
Anschließend die Kleins aus Duisburg. Letztes mal schon gut gefunden, und diesmal endlich vor 'nem gefüllten Konzertraum. Ich versteh überhaupt nicht, warum da nicht noch viel mehr Leute ihr Ärsche hinbewegen und diese dann zur Musik schütteln. Wenn schon ein durchschnittlicher Auftritt wie gestern deutlich Vorsprung vor anderen Größen des Genres hat, dann, ja dann hat das sowas von Potential. Spass hats gemacht, dem Publikum hats gefallen, die Band bekam weibliche Unterstützung am Mikro und die TV-Prominenz scheint auch anwesend gewesen zu sein (RTL Extra, Deutschlands dreckigste WG, selber googeln). Gab sogar Coverversionen die nicht völlig überflüssig waren. Bad Religion, Sex Pistols und den Born to Lose Song dessen Interpret mir immer noch auf der Zunge liegt.

Anschließend Geburtstagsparty und von Zivilpolizisten für Sprayer gehalten worden. Läuft.

Mehr und größere Fotos gibts hier.

Kommentare (2)
 

knopp

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