29.10.2010 - Dülmen Rock City Now PDF
Dienstag, den 02. November 2010 um 23:49 Uhr

Seit sieben Jahren gibt es Cityrat-Records aus Dülmen nun und das war auf jeden Fall Grund genug am 29.10. in der Neuen Spinnerei mit einem Festival zu feiern. Ich hatte mich aus dem Ruhrgebiet ins nahe Münsterland aufgemacht, um mir die vier Bands anzuschauen und vor allem auch zu interviewen. Die Veranstaltung fand statt in der neuen Spinnerei, einem Jugendzentum der Stadt. Die Preise waren dadurch mehr als korrekt. So lag der Eintritt gerade mal bei 5 EUR!

Burning StreetsDen Auftakt machten Burning Streets aus Boston. Leider war es zu diesem Zeitpunkt noch relativ leer, denn es war gerade mal kurz nach 19 Uhr. Druckvoller Punkrock mit den passenden Gitarren, Backing Vocals und viel Spielfreude.  Punkrock - No Bullshit war das Motto, so wie es treffsicher auch auf dem T-Shirt der Band gedruckt steht. Den vier sympatischen Jungs war keine Minute lang anzumerken, dass sie das vorletzte Konzert ihrer Tour spielten und in den letzten drei Wochen bereits rund 20 Konzerte in ganz Europa absolviert hatten.

FrontkickMelodisch ging es weiter mit Frontkick aus Berlin, von denen ich allerdings nicht viel mitbekommen habe, da ich ja nicht nur wegen der Konzerte vor Ort war, sondern Interviews führen wollte. Der Backstage-Raum war relativ laut und so haben wir dann kurzerhand die Interviews mit Angel City Outcasts und den Burning Streets in meinen Astra Kombi verlegt. Das war überaus spassig, von zunehmend beschlagenden Scheiben und Blähungen mal abgesehen.
Angel City OutcastsNach zwei klassischen Punkbands kamen Angel City Outcasts aus L.A. auf die Bühne und der Stil änderte sich massiv, was weder Stimmung noch Qualität Abruch tat. Die vier Herren bieten klassischen Rock'n'Roll irgendwo zwischen AC/DC und Queen und davon jede Menge. Normalerweise ist das nicht so ganz meine Baustelle, aber die Jungs verstehen ihr Handwerk. Mittlerweile hatte sich die Neue Spinnerei auch gut gefüllt und es wurde ordentlich gerockt.

Pipes And PintsMittlerweile hatte ich auch rausgefunden, dass es einen weiteren Raum gab, der sich für Interviews eignete. Dort konnte ich dann auch Pipes und Pints interviewen, bevor diese dann den Abend beschlossen. Die Band aus Prag sind live absolute Killer. Sänger Syco Mike aus San Diego ist ein Derwisch, der sich mehr im Publikum aufhält als auf der Bühne. Wenn ich es richtig verstanden habe, hatten die Jungs an diesem Tag das erste Konzert ihrer Tour, die noch bis Ende November geht. Sollten sie in eurer Nähe spielen, geht auf jeden Fall hin. Es lohnt sich.

Insgesamt war es ein runder Abend und wenn ich nicht so müde gewesen wäre, und nicht für Samstag meine Hilfe bei einem Umzug angekündigt hätte, dann wäre ich wohl auch noch mit ins Gekko gegangen, wo wohl nach Punkkonzerten gerne mal bis in die Morgenstunden gefeiert wird. Naja, das mache ich dann zum achten Geburtstag.

 

Fotos: Lars Jansen | www.lars-jansen.com

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knopp

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