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 Am 8. Mai wurde zum Spring Madness Festival ins Düsseldorfer Zakk gerufen. Tonarmleuchter und ich machten sich also auf den Weg, um Fotos und Interviews zu machen und die lustige Mischung aus Punk und Rockabilly, Alten Recken und weniger alten Vertretern zu geniessen. Als wir gegen 18 Uhr im Zakk aufschlugen, begannen gerade The Brains, drei Psychos aus Montreal, die noch recht leere Halle in Stimmung zu rocken. Das gelang dann im Anschluss umso mehr The Lords of Altamont, einer Kapelle aus Los Angeles. Das mag nicht zuletzt auch an den beiden Gogo-Tänzerinnen am linken und rechten Bühnenrand gelegen haben. Aber auch musikalisch hatte die Band einiges zu bieten. Der überaus gefällige Garage-Glamrock-Sound, untermalt durch Schweinorgelsound und akrobatischen Einlage des Sängers auf eben dieser, ging sehr ins Ohr. Es folgten die Peacocks, drei Men in Black, die mit ihrer Mischung aus Rockabilly und Punk aus meiner Sicht sicherlich eine der beste Bands des Abends waren. Dem Publikum gefielen die drei extrem coolen Schweizer auf jeden Fall auch. Von Rockabilly ging es dann zu den Lurkers. Arturo, als einziges Urmitglied am Bass und seine Jungs spielten die alten Hits. Den Song wolverine in einer Liveversion zu hören, gefiel mir natürlich besonders gut. Nach diesem Ausflug in Punk-Gefilde ging es wieder zurück zu Rockabilly. Die Long Tall Texans, die mittlerweile auch schon seit einem viertel Jahrhundert Musik machen, zeigten, dass sie es immer noch drauf haben. Marc, der Sänger und Mann am Standbass ist wirklich ein sehr lustiger freundlicher Typ und diese Freude überträgt er stets auf's Publikum. Die Fröhlichkeit wich im nächsten Set dann der Wut. The Anit-Nowhere-League um Sänger Nick „Animal“ Kulmer sind auch nach 30 Jahren immer noch sehr wütend und machen keinen Hehl aus ihrer Meinung über das System. Musikalisch nicht immer überzeugend, aber ich fand es schon ganz cool, die Band, die sich eine meiner ersten Cassetten (diese Dinger, die es gab, als man Musik noch nicht auf CDs gebrannt hat) mit Stiff Little Fingers teilten, einmal Live zu sehen. Den Angry Samoans konnte ich nach mittlerweile fünfstündiger Dauerbeschallung leider nicht mehr meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Schade eigentlich, zählen sie doch zu den amerikanischen Punk-Bands der ersten Stunde. Das große Finale machte dann TV Smith mit einem Adverts-Set. Es zeigte sich, dass offensichtlich große Teile des Publikums wegen ihm gekommen waren.
Ein großartiger Abend mit exzellenten Bands, einer guten Portion Nostalgie, überaus freundlichen Interviewpartnern, einer angenehmen Location und einem gut gelauntem Publikum. Ich freue mich schon auf das Frühjahr 2011. Teile der Interviews könnt ihr demnächst in unserem Radio hören. Beobachtet am besten unseren Sendeplan oder folgt uns auf Twitter.
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