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Geschrieben von: wolverine
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Donnerstag, den 17. November 2011 um 22:45 Uhr |
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Ich muss ja zugeben, dass ich nicht so die Leseratte bin. Bei Büchern mit mehr als 200 Seiten ist klar, dass ich den Anfang vergessen habe, wenn ich auf Seite 101 angekommen bin. Da passt es natürlich gut, dass ich das neue Werk von Alex Gräbeldinger auf den Tisch bekommen habe, denn dessen Umfang ist unter der für mich kritischen Marke. Dem einen oder anderen wird Alex als Kolumnist des Ox-Fanzines bekannt sein. Genau zwanzig dieser Kolumnen hat er nun wieder einmal in Buchform gebracht. Eingerahmt in mehrere Vorworte, ein Nachwort seiner Frau und einem Interview, dass Alex von Pascow mit ihm geführt hat, sowie zahlreichen lustigen Illustrationen. Die autobiografischen Geschichten, die uns Alex erzählt, sind vor Absurdität kaum zu übertreffen und man will nicht glauben, dass ihm dass alles wirklich passiert sein soll. Der Weltuntergang könnte sich für ihn durchaus als Verbesserung seiner Situation darstellen. Na ja, nicht ganz, denn Alex ist nun verheiratet und auch das ist Teil seiner Geschichten. Die Hochzeit in Las Vegas und die anschliessende Hochzeitsreise nach Hawaii kann quasi hautnah miterlebt werden ("Unsere Hotelanlage ist so gepflegt, dass ich aufgrund meiner Anwesenheit ein schlechtes Gewissen verspüre"). Die Geschichten um Johnny Cash, Punkerdasein, Botox-Behandlung, Alkohol, Zug- und Taxifahrten sind definitiv lesenswert und kurzweilig. Einen roten Faden gibt es zum Glück nicht und so macht es auch nichts, dass ich auf Seite 101 den Anfang schon wieder vergessen habe. Ein Buch für alle, die wie ich abends vor dem Einschlafen noch was lesen wollen, ohne sich morgens noch daran erinnern zu müssen.
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